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Bilder aus drei Generationen einer Familie - Die Neunkirchens

Zu einer außergewöhnlichen Ausstellung bittet der Förderkreis Obere Burg Rheinbreitbach, unterstützt vom Heimatverein, vom 10. bis 13. Juni 2004 in die Burg: Über 60 Gemälde, dazu Grafiken, Zeichnungen, zum Teil auch in Skizzenbüchern, wurden zusammengetragen. Das Besondere: Alle stammen von vier Mitgliedern aus drei Generationen einer Familie, den Rheinbreitbacher Neunkirchens.

Begonnen hatte mit dem Hobby, das zur Berufung wurde, Ludger Neunkirchen (1869–1927). Er war Malermeister, der sich zum Dekorationsmaler entwickelte, um gegen Ende des 19., zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Wunsch mancher Gutbetuchter nach zu kommen und ihre Villen künstlerisch auszumalen. Daneben schuf er, neben vielen Skizzen und Zeichnungen vor allem Rheinlandschaften und stimmungsvolle Gemälde.

Seine Tochter Elisabeth Neunkirchen (1906–1982) lernte bei ihm, mit feinsten Pinseln und Federn eigene Beobachtungen und Empfindungen auf Papier und Leinwand zu bannen.

Franz Neunkirchen (1898–1983) setzte diese Tradition professioneller fort. Auch er wurde Malermeister und besuchte zwischen 1926 und 1932 die Kölner Werkschule, so dass er sich Kunstmaler nennen durfte. Von ihm sind neben Ölbildern und Grafiken viele Federzeichnungen erhalten. Gerühmt in Rheinbreitbach wird eine in englischer Gefangenschaft aus dem Gedächtnis gefertigte Federzeichnung des Ortes, ein „Meisterstück der Erinnerung“, wie Freunde der Familie es zu Recht nennen.

Hermann Neunkirchen, 1943 geboren, jetzt wieder in Rheinbreitbach wohnend, setzt das künstlerische Erbe der Familie bis heute fort. Nach einer Maler- und Siebdruckerlehre ließ er sich zum kartografischen Zeichner ausbilden und spezialisierte sich zum Grafiker für Tapeten und Handdruckdekor. Auch von ihm werden Gemälde, Grafiken, Zeichnungen ausgestellt. Und auch da gibt es manches bildliche Wiedersehen mit Rheinbreitbach, dem Rhein und seiner umgebenden Landschaft.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag (Fronleichnam)  10. Juni um 11:00 Uhr im Saal der Oberen Burg (Rheinbreitbach, Schulstraße). Leonhard Reinirkens, mit der Familie Neunkirchen seit langem befreundet, wird zur Vernissage sprechen. Er brachte Hermann Neunkirchen auch darauf, die vielen Skizzenbücher der Familie nicht in Vitrinen „zu begraben“, sondern durch einen Freund auf DVD zu skannen, so dass sie über einen Monitor jeweils 90 Minuten lang und Stück für Stück zu sehen sind. Neben manchem, was dabei die Ortsgeschichte wiederspiegelt, sind so auch ferne Landschaften – vor allem aus Italien – zu sehen.

Als die Nachricht von der geplanten Neunkirchen-Ausstellung sich erstmals verbreitete, meldeten sich einige Besitzer von  Neunkirchen-Bildern, um diese Ausstellung mit ihren Leihgaben zu bereichern.

Ansichtskarten nach Zeichnungen von Ludger Neunkirchen

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Das wohl bekannteste Bild von Franz Neunkirchen:

Op de Bröck - von Franz Neunkirchen

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